Deutsche Städte werden selbst Investoren zu teuer

03 Jan. 19

Immobilienbüro Gottschalk informiert: Investoreninteresse an Immobilen in deutschen Metropolen sinkt 

Steht eine Trendwende bevor? Seit einigen Jahren kannte der Immobilienmarkt preislich nur eine Richtung - aufwärts. Doch nun befinden sich die Immobilienpreise auf Maximalniveau und es scheint, als sei das Hoch erreicht. Deutsche Immobilien sind auch für ausländische Investoren kein Schnäppchen mehr. 


Sichere Investition vs. Renditeobjekt: wie stabil ist unser Immobilienmarkt?

Laut einer Analyse der PricewaterhouseCoopers Beratungsgesellschaft empfinden selbst Großanleger deutsche Städte überbewertet. Die Stabilität auf wirtschaftlicher und politischer Basis sprechen zwar für die Preisentwicklung aber gegen ein Investment in Berlin, München, Hamburg, der Finanzmetropole Frankfurt oder in Stuttgart. In Anbetracht der dennoch für 65 Milliarden Euro getätigten Investments der letzten 12 Monate, erscheint das Investitionsminus von drei Milliarden Euro zum jetzigen Zeitpunkt noch wie Augenwischerei. Ein deutlicher Trend ist aber nicht von der Hand zu weisen und könnte Deutschlands Immobilienmarkt beeinflussen. Der Fokus von Großinvestoren richtet sich schon seit einiger Zeit auf Großbritannien. Die Objektpreise sind trotz des Brexits günstiger und damit eine Überlegung, für die Investoren nicht viel Zeit benötigen. Lediglich Frankfurt profitiert von einem steigenden Investitionsvolumen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Main-Metropole Londoner Banken anziehen möchte. Und dort wo sich Bänker niederlassen, ist die Rendite trotz hoher Immobilienpreise dennoch gegeben. Einer sicheren Investition steht nach wie vor nichts entgegen, sind sich Experten einig. Wenn es um die Rendite geht, kann die Orientierung einer Veränderung unterliegen.

Immobilienzyklus in Deutschland in der Spätphase 

In den europäischen Top 10 spielt der deutsche Immobilienmarkt weiter eine wichtige Rolle. Auf Platz 2 liegt die Metropole Berlin, auf Platz 5 positioniert sich Frankfurt. Hamburg auf Platz 7 und München auf Platz 9 nehmen immer noch eine unschlagbare Position im Ranking ein. In einer Befragung von mehr als 800 Immo-Experten fielen Begriffe wie überteuert, überbewertet und am Pik in regelmäßiger Häufigkeit. Vor allem bei Investments oberhalb der 10 Millionen Euro Grenze waren es vor alle ausländische Investoren, die von den USA oder Großbritannien aus Immobilien in Deutschland erwarben. Ebenso spielt China eine längst nicht mehr zu vernachlässigende Rolle. Mit Überbewertungen von bis zu 30 Prozent stehen vor allem die Ballungszentren vor einer Herausforderung. Gerade Berlin hebt sich hier besonders hervor. Dennoch lässt sich tendenziell auch für 2019 sagen, dass die Spätphase zwar erreicht, der Pik aber noch nicht überschritten ist. Von einer Immobilienblase ist dennoch nicht die Rede. Dem stehen die günstigeren Objektpreise fernab der Metropolen gegenüber, geben Experten zumindest eine kleine Entwarnung.